männer

Samstag, 11. Oktober 2008

just another heartache

ob es schmerzhafter ist, sich auf eine längere zeit ohne die bessere hälfte vorzubereiten oder zu erkennen, dass die bessere hälfte unter dem zukünftigen umstand nicht besonders leidet...
ich kann es nicht sagen. festzuhalten bleibt: beides gleichzeitig grenzt an unerträglichkeit.

Donnerstag, 4. September 2008

10 dinge, die er niemals lernen wird...

liebster aller männer!
1. wenn du dir etwas zu essen machst und dazu den kühlschrank nahezu komplett ausräumst, dann wäre es eine unendlich schöne überraschung für mich, wenn du ihn anschließend wieder einräumen würdest.
2. müll gehört in den mülleimer/die mülltüte/den gelben sack/die altpapierkiste. deine aufräumaktionen in ehren, aber was bringt's, wenn du den abfall in form von nussschalen, bounty-verpackungen, essensresten etc. vom wohnzimmer (das anschließend wirklich netter aussieht) in die küche bringst und dort auf der arbeitsplatte stehen lässt?
3. wenn du dich rasierst, haarst du nicht nur ins waschbecken. aber natürlich macht es mir nichts aus, wenn ich deine überreste von den amaturen entferne.
4. die einkaufsliste steht nicht aus spaß an der abwaschbaren tafel in der küche. eigeninitiative hilft übrigens auch. ein kurzer blick in den kühlschrank reicht meist schon, um zu erkennen, was benötigt wird.
5. ich weiß inzwischen, wie deine mutter ihre unterhosen immer zusammengelegt hat. trotzdem möchte ich gerne bei meiner alten technik bleiben.
6. der unterschied zwischen rosmarin und thymian ist eigentlich so offensichtlich, dass man nicht jedesmal nachfragen muss, was jetzt was ist.
7. es gibt kalender, um sich termine besser zu merken. die funktionieren aber nur, wenn man regelmäßig drauf schaut. und ich ersetze nicht die weckfunktion deines handys.
8. gerade auf dem hübschen besteck, das deine mutter uns geschenkt hat, entwickeln sich schnell häßliche wasserflecken, wenn man es nach dem spülen nicht abtrocknet.
9. essen kann verbrennen, wenn man sich während kochvorgangs mehrfach aus der küche entfernt, weil es "so langweilig" ist.
10. wäsche sortiert man vor dem waschen nach farben. in unserem haushalt tue ich das, weil du dich weigerst anzuerkennen, dass es einen unterschied zwischen blau und orange gibt. außerdem bist zu bei gestreiften kleidungsstücken immer überfordert. trotzdem denke ich, dass du sehr wohl weißt, was du tust, wenn du deine schmutzigen schwarzen socken in die bereits sortierte rote wäsche wirfst.

trotz deiner kleinen lernschwächen würde ich dich natürlich gegen nichts und niemanden eintauschen. es steht dir natürlich auch frei, eine gegendarstellung zu veröffentlichen. in meinem fall wäre die liste wohl einige posten länger...

Dienstag, 29. April 2008

scenes from a memory

der traummann spukt in letzter zeit öfter mal durch das zauberinnen-köpfchen.
nicht so sehr in bezug auf schlimmes verliebtsein oder zurück-wollen. sondern mit dem faden beigeschmack, dass der kontakt weg ist.
der traummann (und das habe ich erst viel später erkannt) trägt diesen namen zurecht, denn ein realitätsmann wäre er nie, nie und nie geworden. mit sicherheit gehört er zu den schönsten träumen, die ich je haben durfte. aber "sie lebten glücklich bis an ihr ende und wenn sie nicht gestorben sind..." war von anfang an nicht drin.
wäre es selbst dann nicht gewesen, wenn nicht die vielen unglücksseligen kilometer zwischen uns gelegen hätten. nur hätte ich dann für diese erkenntnis wahrscheinlich ein bißchen länger gebraucht.
trotzdem (oder gerade deswegen?) will ich wissen, was er macht. wie es ihm geht. irgendwas. erstaunlicherweise (oder ist das gar nicht so erstaunlich?) habe ich viel mehr erinnerungen an unsere gemeinsame zeit, als an die 3,5 jahre beziehung davor.
ich liebe den mann über alles und gerade deswegen glaube ich nicht, dass es schlimm ist, über den traummann nachzudenken.
mir fehlt einfach ein ende. und vielleicht etwas, dass mir die gewissensbisse nimmt. immerhin war ich diejenige, die nach monaten sehnsüchtiger telefonate gestehen musste, dass sie nun doch von der realität eingeholt wurde.
was geblieben ist, sind die lieder im kopf. viele davon. wie träume. heute erschien nach langer zeit dieses wieder:

Safe in the light that surrounds me
Free of the fear and the pain
My subconscious mind
Starts spinning through time
To rejoin the past once again

Nothing seems real
I`m starting to feel
Lost in the haze of a dream

And as I draw near
The scene becomes clear
Like watching my life on a screen

Hello Victoria so glad to see you
My friend


(dream theater)

Sonntag, 27. April 2008

und party, party, party...

so oder so ähnlich umschrieb mein kleinster nachhilfeschüler das wochenende. tatsächlich waren wir sogar zusammen auf einer party, nämlich anlässlich der zusammengelegten geburtstagfeier seiner patentante (49) und eines ehemaligen arbeitskollegen des mannes (50), die zufällig miteinander verheiratet sind.
ein netter abend, ohne frage. nur eindeutig zu viele betrunkene männer ab 45 aufwärts, die natürlich nichts besseres zu tun hatten, als sich mit mir zu "unterhalten".
wer mich kennt, weiß, dass ich auf männer ohnehin schon leicht panisch reagiere, sofern sie mir nicht ausreichend vertraut sind. bei deutlich älteren männern steigert sich das phänomen. denen kann ich bei zuviel körperkontakt nämlich nicht vorbehaltlos eine scheuern - sind ja respektpersonen und so. alkoholkonsum hin, alkoholkonsum her.
gegen ende wurde das ganz also mehr eine art spießrutenlaufen, auch wenn ich sicher bin, dass nicht ein einziger was böses im sinn hatte.
der mann meint, ich hätte die gelegenheit nutzen sollen, um meinem nachhilfekind lebensnah beizubringen, wie man sich später mal NICHT verhalten solle.

Montag, 24. März 2008

neurotiker unter sich

"neulich in der bahn", sagt der mann, "da war so ein mädchen. die hat ihren mp3-player aus der tasche geholt und dann die stöpsel in die ohren gesteckt. einfach so und davor hat sie nicht mal das kabel entknotet. unglaublich, oder? ich könnte das nicht. da hab ich mich gleich ganz unwohl gefühlt."

Mittwoch, 9. Januar 2008

wow macht beziehungen kaputt

ehrlich! ich sag's dem mann immer wieder, aber er lacht nur. und spielt weiter. läuft mit tittenzwergen oder anderen absonderlichen gestalten durch die landschaft - und erzählt, wie schön die grafik doch ist.
inzwischen müsste er die schöne grafik in- und auswendig kennen. er spielt immer noch.
wenn man ihn in ungünstigen momenten anspricht (viele momente scheinen ungünstig zu sein), wird er wütend. oder genervt. oder verbietet einem den mund.
wenn ich aus dem haus gehe, liegt er noch im bett. oder er spielt. wenn ich heim komme, sitzt er garantiert vorm pc.
eigentlich ist es nicht schlimm. eigentlich hat er das recht auf eine freizeitbeschäftigung, die ihm spaß macht. und eigentlich sollte ich ihn nicht ständig damit aufziehen, ärgern oder nerven.
uneigentlich interessiert den mann gerade kaum noch, wie es mir geht. uneigentlich sagt der mann zu meiner momentanen schlechten laune, es tue ihm ja leid, aber könne halt nix machen. dabei ist der blick starr auf den bildschirm gerichtet. manchmal sitzen wir zusammen auf dem sofa. meistens, wenn wir essen.
im bett liege ich für gewöhnlich erstmal ein paar stunden allein. selbst, wenn ich (so wie heute) den "zu-bett-geh-zeitpunkt" so lange wie möglich herauszögere. im computer scheinen die spannendsten dinge zu später stunde stattzufinden.
manchmal frage ich mich, ob der mann sich gerade aus unserer beziehung zurückzieht oder ob es wirklich nur der computer ist, der ihn diesen eindruck vermitteln lässt...

Donnerstag, 5. Juli 2007

*grummel*

"ist das dein bauch?" frage ich.
"nah dran. das ist, wenn eine horde minotauren stirbt." sagt der mann.

Mittwoch, 4. Juli 2007

when I'm 64

der mensch an sich hat ja angst vorm alt werden und zwar vorm alt werden in allen variationen, wobei man frauen wahrscheinlich eher eine angst vorm "alt aussehen" als vorm verkalken zusprechen kann. immerhin fühlt sich das "schöne geschlecht" durch altersfältchen, falsche zähne und graue haare seines attributes beraubt.
meine persönlichen erfahrungen sind in diesem sektor jedoch eher begrenzt. mein aussehen hat sich in den letzten acht bis neun jahren nicht nennenswert verändert und böse zungen behaupten, ich habe mit dem konsum von zigaretten einzig und allein angefangen, um wenigstens so alt auszusehen, dass ich mein suchtmittel einkaufen kann, ohne nach dem personalausweis gefragt zu werden.
geistiges alter (sprich: der langsame weg von unreif über besserwisserisch und spießig zu verkalkt) ist natürlich eine andere sache. ohne angeben zu wollen, attestiere ich meinem kopf ein meinen lebensjahren entsprechendes alter, irgendwo in der phase besserwisserisch. leider glaube auch ich noch in schwachen stunden daran die welt zum positiven ändern. für eine vollblut-pessimisten keine sehr reife einstellung, aber laut geburtsdatum auf dem personalausweis kann ich sie mir noch guten gewissens leisten.
der mann ist mir - wie ich gestern mit erschrecken feststellen musste - einen schritt voraus. ich fand ihn im schlafzimmer, wo er verzückten blickes die neuen gardinen anstarrte, sich dann zu mir drehte und sprach: "sie sind so schön. und passen so gut ins zimmer. es ist richtig wohnlich geworden." und nach einer kurzen pause: "habe ich das gerade wirklich gesagt? ... ich bin ein spießer. ... bald fange ich an, filzpantoffeln zu tragen und dir an unserem jahrestag ein alpenveilchen im blumentopf zu kaufen, weil's länger hält als schnittblumen."

... auch er wird noch viele zigaretten rauchen, viele nächte durchmachen und viel ungesundes essen zu sich nehmen müssen, um auch nur annähernd so alt auszusehen, wie er sich fühlt. ich hab sogar die heimliche befürchtung, dass unsere zukünftigen kinder schon sehr bald für unsere eltern gehalten werden könnten, wenn das so weiter geht.

nicht, dass ich mich beschwere...

Montag, 11. Juni 2007

der mann für eine nacht

es begann vor einer woche: morgens verließ ich das haus, um mit mindy zum tierarzt zu gehen, nachdem ich sie heimgebracht hatte, war ich selber dran: augenarzt. als ich zurückkam, war der mann bereits in der hochschule. als er zurückkam ging ich zur arbeit. dann ging er zur arbeit. von der arbeit ging er in die hochschule und als er wieder nach hause kam, saß ich im bus zur uni. nach der uni ging ich zu einem treffen mit der g'standenen und als ich im heimischen bett gelandet war, war der mann schon längst auf der arbeit. als der mann von der arbeit kam, war ich in der uni. als ich aus der uni kam, war der mann in der hochschule. nach der hochschule ging der mann arbeiten, anschließend traf er sich mit einer referatsgruppe und als diese vorüber war, war ich mal wieder in der uni. nach der uni fand ich eine leere wohnung vor: der mann war samt jüngst verstorbenem laptop bei den iwels, um selbigen dort dem iwel vorzuführen, in der hoffnung, er möge ihn retten. dort trafen wir uns (es war inzwischen donnerstag) dann auch mal wieder persönlich. wir verbrachten sogar die nacht zusammen. man lese und staune. freitag musste ich zur uni. anschließend fuhr ich zu meinen eltern. danach ging ich zur arbeit. nach der arbeit blieben uns gemeinsame 18 stunden. dann setzten wir uns die öffentlichen nahverkehrsmittel richtung hochschule bzw. uni. gleich gehe ich arbeiten. wenn ich wiederkomme, ist der mann bereits auf der arbeit. morgen früh wird er gleich zur uni fahren...
nach den erfahrungen der letzten woche ist eines klar: wir sehen uns das nächste mal am donnerstag abend.

Freitag, 25. Mai 2007

nicht dein ernst

es ist so unglaublich warm. der mann und ich sind unterwegs zu freunden, mit denen wir zu einer party wollen, bei der wiederum der geburtstag eines anderen freundes gefeiert wird. die schoko-glasur des geburtstagskuchens hatte nicht einmal den hauch einer chance, fest zu werden. wir laufen an einer der vierspurigen verkehrsadern bremens entlang und ich erkläre dem mann ausführlich, wieso er sich damit abfinden muss, dass er meistens den abwasch macht.
mitten in meinem monolog (und ich bin gut in monologen) sagt der mann: "willst du meine frau werden?" normalerweise lasse ich mich nicht unterbrechen. normalerweise gibt's für einwürfe von meiner seite nur protestgeschrei. diesmal bin ich still. auf diese frage gibt es ungefähr tausend antworten. das fängt an bei "ja" und "nein" und hört auf bei "um deine frau zu werden, müßte ich erstmal aufhören ein mädchen zu sein." und irgendwie reden wir dann weiter. darüber ob ringe jetzt angebracht wären oder nicht und wieviel jahre wir diesen neuen zustand andauern lassen wollen, bis wir den familienstand entgültig ändern.
danach werden wir beide still und wenn der mann einfach nur wollte, dass ich den rand halte und ihm die vorträge über das abwaschen im großen und ganzen erspare, dann hat er sein ziel nun erreicht.
mir bleibt nur noch eins: "du meintest das doch nicht ernst, oder?"

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Zuletzt aktualisiert: 9. Apr, 14:03

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