(wo)men at work

Samstag, 21. Juni 2008

to put it in a nutshell...

die woche im schnelldurchlauf...
montag
schule (vorbereitung auf die klassenarbeiten am freitag) - uni (das böse l-wort [nämlich linguistik] und mal wieder nix verstanden) - kegelgruppe (mit fahrdienst)

dienstag
uni (nettes geschichtsseminar) - assistenz (noch ein nettes geschichtsseminar, nur diesmal musste ich aufpassen und mitschreiben) - klassenarbeiten basteln - nachhilfe

mittwoch
schule (noch mehr vorbereitung auf die klassenarbeit und eine entspannte vertretungsstunde) - nachhilfe (das vorletze mal) - geburtstagsgeschenke kaufen (drei geburtstage innerhalb von 8 tagen)

donnerstag
assistenz (im geschichtsseminar) - nettes mittagessen in der mensa mit mann (damit ich den auch mal sehe) - uni (vorlesung in englisch) - kopfschmerzen (keine nachhilfe mehr, nur noch sofa)

freitag
schule (klassenarbeit schreiben. leider nur eine, die kopien für die zweite wurden mir tatsächlich unbeabsichtigt von einer kollegin entwendet *grml*) - uni (laaaangweiliges seminar in geschichte) - korrigieren (damit ich am wochenende noch damit durchkomme) - betriebsfest (sehr nett!) - geburtstagsfeier (auch sehr nett, nur zu viele leute für die kleine soziophobe zauberin. aber die iweliene hat sich scheinbar sehr über das geschenk und unsere anwesenheit gefreut und das ist das wichtigste.)

samstag
torfkahnfahrt (mit der arbeit. von osterholz-scharmbeck aus. stressig. sehr stressig.) - mit dem mann auf dem sofa liegen - unikram erledigen und dabei fussball gucken

und morgen geht's mit vollem programm weiter. erwähnte ich, dass ich dringend urlaub brauche?!

Sonntag, 8. Juni 2008

leben? welches leben?

*11 stunden unterricht in der schule
*durchschnittlich 5 stunden zusätzliche präsenz in der schule (papierkram, konfis blablabla)
*ungefähr 20 stunden unterricht vor- nach- und hin- und herbereiten
*ca. 8 stunden kegeln, café betreuen und ausflüge machen mit den behinderten
*5 stunden nachhilfeunterricht
*8 - 10 stunden assistenz für einen rollifahrer in der uni
*8 stunden seminare und vorlesungen in der uni
*etwa 8 stunden studium daheim
*rund 18 stunden hin- und hergefahre zwischen uni und jobs

macht pro woche um 92 stunden arbeit.
ich glaube, ich brauche urlaub.
dringend.

Montag, 24. März 2008

es kommt nicht auf die größe an

vielfältig sind die meist spontanen aussagen der mitarbeiter in den wohnheimen, wenn die kleine zauberin mit dem großen monster-auto angefahren kommt und teilnehmer einsammelt.
"so ein großes auto und so ein kleines mädchen."
"wenn die polizei dich mal anhält, kassieren die dich ein. auch wenn du deinen führerschein zeigst. das glauben die dir nie!"
"immer wenn du fahrdienst hast, sieht es so aus, als ob das auto alleine fährt. kannst du überhaupt über das lenkrad gucken?"
"stell nach dem dienst den sitz zurück. letztes mal hatte ich nach dir und hab mir dabei fast den rücken gebrochen."
oder natürlich auch:
"also, wenn ich nicht ganz genau wüßte, dass *namearbeitgeber* nur volljährige einstellt... "
heute war's mal wieder soweit. elegant ließ ich mich vom fahrersitz auf den parkplatz vorm wohnhaus fallen, als neben mir ein fröhliches
"du kannst sagen, was du willst, aber die proportionen stimmen einfach nicht. du solltest einen kleinwagen fahren!"
erklang.
weiß ich doch. würde ich ja auch. aber da passt meine 5- bis 7-köpfige kegelgruppe halt nicht rein.

edit: und natürlich gibt es nichts erhebenderes, als einmal auf alle anderen menschen hinunter zu schauen, wenn einem dieses sonst eher verwehrt bleibt.

ostern...

... ist auch nicht mehr das, was es mal war. abgesehen davon, dass früher noch der herr osterhase vorbeikam und man den gesamten sonntag-morgen mit einer aufregenden nestersuche verbrachte, ist inzwischen auch alle sonstige feiertagsstimmung dahin.
das wochenende haben der mann und ich bei meinen eltern verbracht. sehr entspannt, bis wir gestern morgen zum bahnhof hetzten, um rechtzeitig auf der arbeit erscheinen zu können. liebenswerterweise spendierte meine chefin mir einen schoko-osterhasen, weil ich ja meinen "ostersonntag geopfert hatte", um im café (für die behinderten) zu arbeiten. da wir nur zu zweit waren, erwies ich der nachmittag denn auch als ziemlich stressig, obwohl wir nicht ganz so viele gäste wie sonst hatten.
nachher werde ich wieder in "mein" monster-arbeits-auto springen und meine kegelgruppe einsammeln. die kegelbahn hat nämlich auch am ostermontag auf.
nix mit feiertagsstimmung und ausruhen.

edit: die tatsache, dass ich schon um diese uhrzeit wach bin, zeigt deutlich, das der mann in der letzten nacht ebenfalls gearbeitet hat.
pflegejobs sind eine feine sache, der einzige haken ist, dass sie keinerlei rücksicht nehmen auf tage, an denen der rest der arbeitenden menschheit frei hat...

Sonntag, 16. März 2008

nochmal!

die kleine zauberin musste gestern mal wieder kräftig schaffen. eigentlich sehr ungünstig, denn morgen müssen mal wieder zwei hausarbeiten bei den lieben dozenten ankommen und natürlich liegen die noch nicht fertig auf dem heimischen schreibtisch.
aber was soll's, das geld kommt schließlich nicht von allein auf's zauberinnen-konto. der ausflug mit den behinderten ging dann auch ausnahmsweise mal nicht zu einem volksmusik-konzert, sondern auf den jahrmarkt (in anderen regionen deutschlands auch bekannt als rummel, kirmes oder messe). bremen bietet nämlich neben dem freimarkt im herbst auch noch ein frühjahrs-pendant unter dem titel "osterwiese". und wir waren mittendrin.
5 betreuer, 8 teilnehmer - ziemlich gute quote. abgesehen davon, dass wir nur äußerst langsam vorangkamen (drei rollstühle, ein blinder teilnehmer) und dass uns die dummen und geschmacklosen kommentare der anderen jahrmarktsbesucher sicher waren, hat das ganze doch spaß gemacht.
besonders spannend waren die karussell-fahrten. es gibt nichts erhebenderes, als mit einem grimassen-schneidenden teilnehmer in einem schnellen(!), sich in alle richtungen drehenden (!) und sich dabei auf und ab bewegenden (!) karussell zu sitzen, während einem einfällt, dass genau dieser teilnehmer einen eher schwachen magen hat. passiert ist zum glück nichts, außer dass der junge herr eine menge spaß (und ich zweitweise echte panik) hatte. ("können wir jetzt nochmal fahren?!")
beim nächsten fahrgeschäft habe ich mir einen anderen "beifahrer" gesucht.

Donnerstag, 28. Februar 2008

zwei herzen, ein schleim

wir waren heute bei hasi hintersicher. so jedenfalls drückte sich eine der teilnehmerinnen aus.
hasi hintersicher ist den meisten menschen eher bekannt als hansi hinterseer und singt über liebe und tirol. "zwei herzen, ein schleim" hieß übrigens in wirklichkeit "zwei herzen, ein schlag" und die nette missinterpretation, die ich als titel nutze, stammt ausnahmsweise mal nicht von den teilnehmern. meine lieblingskollegin und ich haben tatsächlich nicht verstanden, was der gute mann da so singt.
nach den traummelodien der volksmusik bin ich ja schon ein alter hase auf diesem gebiet... die heutigen 2,5 stunden "hasi" waren übrigens deutlich entspannter. zum einen, weil entspanntere teilnehmer dabei waren, zum anderen (und ganz besonders), weil der "hasi" - konzert hin oder her - vom singen wohl nicht allzuviel hält. anders kann ich mir die ganzen video-einspielungen nicht erklären. auch wenn die ziemlich unspektakulär waren ("hasi" beim wintersport, "hasi" in seiner fernseh-show, "hasi" bei seiner jährlich fan-wanderung), bedeuteten sie doch ruhepausen für die gequälten ohren.
vor zehn minuten habe ich endlich wieder die eigenen vier wände erreicht. in meinen ohren hallt noch tirol nach...

Donnerstag, 17. Januar 2008

das alles hat uns gott geschenkt...

ich bin bekehrt. nie, nie, niemals wieder werde ich freiwillig, auch nicht für geld, eine veranstaltung besuchen, die nur im entferntesten mit volksmusik zu tun hat.
ich mag meinen job ja wirklich gerne. ich mag alle meine jobs. ich liebe meine behinderten-kegelgruppe. und ich bin gerne in der tagesförderstätte zum sonntags-café. ich fahre auch gerne mit auf ausflüge, selbst wenn die in der regel ziemlich stressig sind.
aber gestern war es unerträglich. "traummelodien der volksmusik" - da ahnt man nichts gutes und sämtliche vorahnungen werden auch erfüllt. die kritikpunkte:
1) das publikum ... bringt einen hauch des todes mit sich. "ich seh den tod lächeln..." schwirrte mir spontan im kopf umher. jede menge (meist doch noch sehr rüstige) rentner in deren augen behinderte keine daseinsberechtigung haben. werde ich auch mal so?
2) die moderatoren ... namen werden nicht genannt. es bleibt festzuhalten, dass ich es höchsterstaunlich finde, wie sehr sich die generation meiner großmütter über die jugend von heute aufregt, wenn sie SOWAS tatsächlich gut findet. die unglaublich gestellten, bemüht witzigen moderationen waren derart vulgär, dass es mir im dunkeln der messehalle die schamesröte ins gesicht trieb. ich hoffe von ganzem herzen, dass die lauten lacher aus dem publikum ausnahmslos dem anerzogenen anstand der damen und herren zuzuschreiben waren.
3) die musik ... nun denn, es kann nicht jeder volksmusik mögen, es mag ja auch nicht jeder techno, metal oder hiphop. ich mag keine volksmusik. wirklich nicht. das weiß ich seit gestern ganz genau. was mich dabei wirklich geärgert hat, war weniger die musik an sich, als mehr die texte. viel zu "heile welt". (siehe titel.) nachdem ich den kompletten tag vor der show in der schule verbracht hatte, fragte ich mich ernsthaft, was gott denn meinen schülern so geschenkt hat. alkoholkranke eltern? eine 1a außenseiter-rolle in der klasse? tägliche prügel nach schulschluss? (weitere beispiele können auf nachfrage in langen, langen listen nachgereicht werden.) das gesülze der interpreten beschwor in mir jedenfalls eine leichte aggressivität und eine starke wut herauf.
... kein wunder, dass ich den teilnehmer, der während des zweiten teils des abends neben mir saß und in einer tour "nach hause fahren" forderte, am liebsten sofort an die hand genommen und mit ihm gegangen wäre...

edit: fast 3,5 stunden dauerte das spektakel.

Mittwoch, 20. Juni 2007

auf der arbeit...

... hab ich ja immer jede menge spaß. am liebsten sind mir die kegelabende mit gruppe eins. wenn gruppe eins kegelt habe ich nämlich den fahrdienst und es ist ein hochgefühl, wenn man als minikleine zauberin in einem großen neun-mann bus über der welt thronen darf. gruppe eins zeichnet sich weiterhin durch einen sehr angenehmen humor aus. jedenfalls einige der teilnehmer. einer möchte so schrecklich gerne meine ratten ausleihen, um sie seiner großen liebe zu schenken. er glaubt, sie könne sich eventuell darüber freuen. "und wenn nicht?" "dann kriegt sie einen anfall." das wäre natürlich weniger gut und darum bleiben die ratten auch bei mir. zum glück ist er mir deswegen nicht böse...

Montag, 4. Juni 2007

acht ums vordereck

heute war ich kegeln. das gehört zu meinem neuen job und wenn ich kein geld dafür bekommen würde, würde ich es wohl auch nicht freiwillig tun. nachdem ich die jugendreiseleitung habe fallen lassen, bin nun wieder in vertraute gefilde zurückgekehrt: ich betreue mal wieder behinderte. bereits eingelaufene schuhe trägt man eben lieber. ich jedenfalls. und das kegeln war dann auch gar nicht so schlimm. selbst, wenn niemand außer meiner kollegin die acht ums vordereck, die ich tatsächlich zustande gebracht habe, zu würdigen wusste. alle neune schien für unsere begleiter dann doch beeindruckender zu sein. und dann kam die frage, die dafür sorgte, dass ich mich gleich am ersten arbeitstag schon wie daheim fühlte:
"tannst du ßaubern?"
ja, kann ich. und jetzt darf ich auch wieder.

Mittwoch, 28. März 2007

hab den job, hab den job, hab den job!

"Hallo *liebe zauberin*,
vielen Dank erst mal, dass du zum Interviewtermin in Bremen warst. Wir hatten im Gespräch einen sehr positiven Eindruck von dir und können uns einen Einsatz im Sommer gut vorstellen. Du wirst in den nächsten Tagen auch noch die Einladung zum Ausbildungsseminar erhalten. Wenn du noch Fragen hast, melde dich einfach wieder."

und zu was wird die zauberin diesmal ausgebildet?! genau: zur jugendreiseleiterin für sprachreisen nach england. ich freue mich unglaublich: endlich mal wieder ein bißchen rauskommen, den sommer über mit kleinen nervkindern arbeiten und dafür sogar noch ein bißchen (und es ist wirklich nur ein bißchen) geld kassieren. was will man mehr...

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Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes

im cd-player liegt:

im dvd-player hat gelegen (und wurde für ansprechend befunden):

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Online seit 621 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 9. Apr, 14:03

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